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Das schmuffligste Blog der Welt

Sinn und Unsinn der passiert

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Kategorie: Tests

Jeder weiss es und fast keiner tut etwas dagegen: Neufahrzeuge sind heutzutage nur äußerst mangelhaft gegen Rost geschützt. Verzinkt wird bereits seit vielen Jahren nicht mehr und auch herkömmlicher Unterboden- und Hohlraumschutz ist Mangelware.
Daher sollte mein neuer Toyota Hilux mit dem bekannten „Mike Sander Korrosionsschutzfett“ eine komplette Behandelung erfahren.
Für meinen PLZ Bereich sind einige Verarbeitungsstationen aufgeführt. Nachdem ich die nächstliegenden per eMail angefragt und einige Details besprochen hatte, habe ich mich für die Durchführung durch die Firma GREYMARKETS in Neustadt a.d. Weinstraße entschieden. Der eMail Kontakt war sehr freundlich, offen und kam sehr kompetent rüber.
Flugs wurde also ein Termin ausgemacht und dank des sehr milden Wetters – für die Verarbeitung des erhitzten Fettes sind mindestens 10°C Außentemperatur erforderlich – hat es zeitnah geklappt.
Die Werkstatt/Halle der Firma liegt in Hassloch, einem Nachbarort von Neustadt. Dort angekommen stellt sie sich als sehr ordentlich, aufgeräumt und beheizt dar. Ein äußerst guter erster Eindruck. Herr Himpel, der Firmeninhaber, hat den Wagen dann auf die Hebebühne genommen und wir haben Details zur Konservierung besprochen. Im Anschluss hat Herr Himpel mich noch zum Bahnhof nach Neustadt gefahren und mich dort zum Abholtermin auch wieder abgeholt. Sehr freundlich!

Die veranschlagten Kosten wurden mit „ca. 875 EUR“ angegeben, da ggf. zu Bruch gehende Plastikclipse ersetzt und berechnet werden müssten. Das war von meiner Seite OK.
Der Zeitplan wurde von Herrn Himpel wie besprochen eingehalten und ich konnte den Wagen genau 1 Woche später Abends abholen. Da es schon dunkel war und der Wagen vor der Halle stand, hat sich eine Inspektion durch mich erübrigt und ich habe das auf nächsten Tag verschoben. Letzten Endes wurden mir dann 915 EUR berechnet, Clipse für 40 EUR sollten bei der Demontage von Verkleidungen zu Bruch gegangen sein.

Als ich am nächsten Tag in das Fahrzeug einsteigen wollte und ausnahmsweise die Fahrertür so weit wie es geht geöffnet habe, was ich sonst eigentlich nie tue, hörte ich schon ein „Knack – Knack“. Genauere Betrachtung zeigte: Im Bereich der A-Säule auf beiden Seiten wurden wesentlich zu lange Clipse verbaut, sodass die Türen auf Fahrer- und Beifahrerseite an den Clipsen klemmten und diese knackende Geräusch verursachten. Eine Anfrage bei Herrn Himpel ergab die freundliche Antwort, dass die Clipse einfach gekürzt werden könnten. Da ich jedoch nichts beschädigen wollte und den Wagen ohnehin wegen eines anderen Problems nochmal auf eine Hebebühne stellen musste, habe ich mir noch für den Abend toyotakundige Hilfe gesucht und wir konnten den Wagen auf der Hebebühne begutachten.

Das war das Ergebnis:
– Die Clipse im Türbereich waren nicht die Originalen sondern völlig falsch
– Im vorderen Unterfahrschutz aus Kunststoff fehlte ein Clips
– Im linken Radlauf war ein Clips defekt und erfüllte gar keine Funktion mehr
– Am vorderen Stoßfänger fehlten zwei Schrauben. Die Schraubenlöcher waren mit Aufklebern beschriftet („10er“), jedoch an genau derselben Stelle auf beiden Seiten fehlten die entsprechenden Schrauben
– Ein Querträger unter dem Auto war komplett unbehandelt
– An diversen anderen Stellen mangelte es ebenso an Konservierung

Herrn Himpel habe ich um Stellungnahme und einen Lösungsvorschlag gebeten, was er auch prompt getan hat.
Clipse möge ich mir bitte besorgen und mit Rechnung an einem noch zu vereinbarenden Termin bei ihm erscheinen, er würde diese Clipse dann einbauen. An fehlende Schrauben könne er sich nicht erinnern, dies wäre ihm sicher aufgefallen.
Nun ja, wenn einem bei der Endkontrolle nicht mal auffällt, dass noch die Beschriftungen auf dem Fahrzeug kleben, dann werden einem auch fehlende Schrauben und Clipse nicht auffallen, denke ich.
Ich habe Herrn Himpel dann gebeten, die Clipse bitte selbst zu besorgen, denn sonst müsste ich ihm neben der erneuten Fahrt nach Hassloch (hin und zurück >100km) auch noch die Fahrten zum Toyotahändler berechnen. Wer sich an dieser Stelle wundert, wieso ich etwas berechnen möchte: §635 (2) BGB ist hier einschlägig. Da ich nebenberuflich noch als Freiberufler tätig bin, bin ich mit diesem Thema hinreichend vertraut 😉
Diese Rückmeldung verband ich mit der Bitte, sich bis 1.12.16 mit einem Terminvorschlag bei mir zu melden.

Sobald ich eine Rückmeldung erhalte, wird dieser Beitrag aktualisiert.

Update 28.11.16: Als Termin zur Nachbesserung wurde der 10.12.16 vereinbart.

Fazit bisher:
Hatte ich bis zur Abholung einen sehr guten Eindruck, so wurde dieser durch die von mir festgestellten Mängel etwas getrübt. Je nachdem wie die Nachbesserung nun abläuft, kann hier der Karren nochmal aus dem Dreck gezogen werden. Insgesamt hätte ich mir eine sorgfältigere (bzw. überhaupt eine) Endkontrolle gewünscht und vor allem die passenden Originalclipse, denn nicht zuletzt wurden mir für einige Plastikteile 40 EUR berechnet.

Die unbehandelten Stellen werde ich demnächst mal mit FluidFilm AS-R nachbehandeln und dies bei jeder Inspektion erneuern. Beide Produkte sind miteinander verträglich und man hat dann auch gleich einen schönen Vergleich.

Update 12.10.16: Der Nachbesserungstermin hat am 10.12.16 stattgefunden. Der Termin verlief zunächst sehr unerfreulich. Direkt zum Eingang des Gesprächs wurde ich gefragt, ob ich alle Clipse bekommen hätte. Verwundert verwies ich auf meine Nachricht mit der Bitte, dass er sie doch besorgen solle. Antwort: „Wenn ich Ihnen sage, dass Sie die besorgen sollen dann ist das für mich erledigt.“ Sämtlicher folgender Schriftverkehr hat ihn überhaupt nicht interessiert. Ich war dann damit einverstanden, dass er die Clipse entsprechend kürzt, nachdem ich mich davon überzeugt habe, dass auch die falschen Clipse gut halten. Das Clipse Problem ist nunmehr zufriedenstellend gelöst. Die Schrauben vorne fehlen nach wie vor, die besorge und berechne ich dann entsprechend.

Anschließend wurde der Wagen von unten begutachtet. Die komplett fehlende Behandlung des Querträgers und anderer Stellen konnte er sich überhaupt nicht erklären. Diese wurden dann in den folgenden ca. 60min großzügig (er hat den Druckbecher von rund 1l im Verlauf dann mehrmals nachgefüllt) nachbehandelt. Dazu gehörten alle Stellen, die mir unbehandelt erschienen.

Die Nacharbeit verlief zufriedenstellend, das Verhalten in Bezug auf Kommunikation war für mich unbefriedigend. Es geht einfach nicht, dass man alle weitere Kommunkation des Kunden ignoriert.
Die Schrauben werde ich zeitnah besorgen und dann eine Abschlussrechnung an Herrn Himpel senden. Ich bin schon jetzt gespannt, ob diese beglichen werden wird.

Update 21.12.16:
Es gibt eine überraschende Wendung in der Sache. Offenbar als Reaktion auf die Einforderung der mir zustehenden Entschädigung durch die erforderliche Nachbesserung, hat Herr Himpel nunmehr eine Rechnung über rd. 180.- EUR gesendet. Er hätte nochmals auf meinen besonderen Wunsch bereits behandelte Stellen nachbehandelt und dafür gäbe es auch Zeugen.
Ich bin von diesem Geschäftsgebahren zutiefst erschüttert. Zum Glück gibt es Fotos von seinem Pfusch vor der Nacharbeit. 

Da es mir den Ärger nicht wert ist, werde ich den Vorschlag machen, dass er seine Rechnung verwirft, ich meine und wir es unter „Lehrgeld“ abhaken. Sollte er nicht darauf eingehen, werde ich seiner Rechnung vollumfänglich widersprechen und sehen, wie es weitergeht.

Unterm Strich kann ich von dieser unseriösen Firma nur abraten!

„Als er an diesem Morgen auf Deck stand, peitschte ihm die Gischt härter als sonst ins Gesicht, zerrte der Wind stärker in seinen Haaren und brannte die Sonne noch unbarmherziger auf seine Haut. Das Klima wurde rauer.“

Ein kurzes Review zu airVPN:

Und was jetzt für unseren Kapitän auf Deck gilt, kann man eigentlich auch 1:1 auf das Internet übertragen. Es wird rauer. Überall wird nur noch geschnüffelt, überwacht, ausgewertet, spioniert und abgemahnt, wobei letzteres eine rein deutsche Spezialität zu sein scheint.
Die meisten Leute werden sich daher auch sicher schon mit dem Thema VPN beschäftigt haben.
tl;dr a.k.a. kurz zusammengefasst: Ein VPN ist ein privates Netz über ein öffentliches Netz, das (im Idealfall) sämtlichen Verkehr privat durch das öffentliche Netz tunnelt und über den definierten Ausgangspunkt den Tunnel verlässt.

Was bringt uns das jetzt in Bezug auf die o.g. Probleme und die raue See?
-Der Tunnel (bzw. die Strecke Eingang<->Ausgang) ist verschlüsselt, mitlesen (zB durch den Provider) somit erschwert bzw. fast unmöglich
-Es tritt nur die IP-Adresse des Tunnelausgangs (Exit, Exitnode) in Erscheinung, die Ursprungsadresse bleibt verborgen

Besucht man unverschlüsselte Webseiten (http:// anstatt https:// ) dann kann ab dem Tunnelausgang natürlich wieder „mitgelesen“ werden. Insofern könnte man, je nachdem, welche Dienste man wie nutzt (private eMails checken, sonstwo einloggen, …) auch wieder identifziert werden.

Nun aber genug geschwafelt. VPN Dienste gibt es ja wie Sand am Meer (irgendwie komme ich immer wieder auf’s Thema Wasser zurück), was veranlasst mich jetzt, etwas zu AirVPN zu schreiben? Meistens äußern sich die Leute ja nur, wenn irgendwas nicht zu ihrer Zufriedenheit ausfällt, wenn was nicht funktioniert, dann wird auf den Putz gehauen. Ist alles OK, dann hört man eher wenig davon.
Ich habe vor ca. einem Jahr einen zuverlässigen und vor allem schnellen(!) Anbieter gesucht und bin dabei mehr oder weniger Zufällig auf airVPN gestoßen. (Da gab es mal eine kleine Übersicht bei Torrentfreak, glaube ich.)

Wieso habe ich mich letzten Endes für einen Zugang bei AirVPN entschieden?
-Breite OS Unterstützung (Linux, Windows, Android, ddWRT, Tor, pfSense, you-name-it)
-Zugang über eigenen Client oder direkt mit openVPN möglich
-Keinerlei(!) Speicherung von identifzierenden Daten (da muss man sich ja immer auf Aussagen des Betreibers verlassen, bis jetzt liest man jedoch nichts negatives)
-sehr gute Server Verfügbarkeit und Anbindung (=schnell)
-Freie Auswahl der Exitserver in Bezug auf Land/Kontinent
-Portweiterleitungen (Forwarding) möglich (20x)
-Mehrfachlogins erlaubt (3x)
-preislich attraktiv (Stand 10/2016: bei Jahresabschluss 4,50 EUR / Monat)

Wie kompliziert ist die Inbetriebnahme von airVPN?
Hat man einen Account gekauft, dann muss man sich entscheiden, ob man den Client des Betreibers verwenden will, oder ggf. openVPN auf dem Gateway/Router einsetzt. Ersteres hat den Vorteil, dass man nur den Client installieren muss und mit wenigen Klicks loslegen kann. Dafür ist dann nur dieser eine Rechner für den Tunnel „bereit“. Installiert und nutzt man openVPN auf seinem Gateway/Router, kann man sein ganzes eigenes Netz (Wlan, etc) über den VPN Tunnel laufen lassen. Der Nachteil hier ist die aufwändigere Konfiguration.

Über die „Enter“ Seite gelangt man zur Übersicht, mit welchen Betriebssystemen oder Zugangsmöglichkeiten man den Dienst nutzen kann:

auswahl_006

 

Die jeweiligen Buttons führen zum Clientdownload oder zu Anleitungen. Für die Nutzer von openVPN gibt es im Kundenbereich einen Generator, um sich die gefälligste Konfiguration für openVPN komplett mit 4 Klicks zu generieren. Diese muss dann nur noch eingespielt und openVPN aktiviert werden:

auswahl_005

Wer über einen sehr schnellen Internetzugang (>32Mbit) verfügt, der sollte allerdings noch die Buffer entsprechend anpassen. In der jeweiligen Konfiguration sind  vor den Zertifikaten diese Optionen hinzuzufügen:

txqueuelen 1000
sndbuf 524288
rcvbuf 524288

Mit meinem 100MBit Kabelanschluss habe ich durch den Tunnel einen Durchsatz von >90Mbit:

auswahl_003

Wichtige Features von airVPN?
-Ein essentielles Feature von airVPN ist die Unterstützung von Portforwarding. Jedem Kunden ist es gestattet, bis zu 20 Weiterleitungen einzutragen. Dazu gibt es im Kundenbereich eine simple Managementfunktion. Es liegt in der Natur der Sache, dass nur Ports >1024 dafür benutzt werden können. Möchte man also einen Rechner über den Tunnel per SSH erreichen können, so kann zB der Port 7022 auf dem Exitserver mit Localport 22 dafür konfiguriert werden. Sämtlicher Verkehr zum internen Rechner läuft dann über 7022 und endet auf port 22 auf dem lokalen Rechner.
-Ein weiteres, besonderes Merkmal ist es, dass bis zu 3 Mehrfachlogins mit jedem Account gestattet sind! So lassen sich zum Beispiel zwei Standorte mit demselben Account nutzen. Das spart Kosten.
-Als kleines Goodie gibt es noch die von airVPN betriebene Seite https://ipleak.net.

Wo gibt es bei airVPN Probleme?
Nichts ist so schön, dass es nicht hie und da mal irgendwo hakt. Da ich den Client nicht benutze, kann ich dazu keine Stellung nehmen. Mit der openVPN Lösung hakt es aber ab und zu an der Last auf dem jeweiligen Exitserver. Anstatt auf >90Mbit zukommen erreicht man in Spitzenzeiten manchmal nur weniger. Selten ist der Exitserver auch „verschwunden“ und ich merke das erst, wenn ich auf der airVPN Seite nach dem Status schaue.

Klappt alles?
Ob alles geklappt hat, kann man sich auf einen Blick auf https://ipleak.net anschauen. Diese Seite kommt als kleines Goodie von den Betreibern von airVPN und stellt auf einen Blick dar:
-welche IP man nach außen hat
-ob man von einer airVPN oder ggf. TOR Exitnode kommt
-ob es DNS oder WebRTC Leaks gibt
-ein ganz besonders Feature ist die Torrentfunktion. Über eine Schaltfläche kann man hier einen eindeutigen Magnetlink erzeugen, den man in seinem Torrentclient hinzufügt. Darüber kann man dann Torrentleaks identifzieren.

auswahl_007

Ich benutze diesen Dienst nun seit ca. einem Jahr und bin bisher sehr zufrieden. Fragen könnt ihr in den Kommentaren Posten.

 

Hinweis: Alle Links zu airVPN sind mit meiner Referal ID versehen. Wenn ihr über diesen Link einen Kauf tätigt, erhalte ich eine anteilige Gutschrift. Es wäre schön, wenn ihr die ID nicht herauslöscht. Danke.

[Update 5/6/15 16:30 Uhr:
One of the closed tickets at the Func support was re-opened and a comment added! Check it out below!]

In the light of current events I have to issue a warning to all those people, who think about buying the Func KB-460 keyboard. This keyboard seems not to be an USB HID compliant keyboard!
I bought it because of the technical specification and the retro looks and tried it on several PCs, it only seems to be working OK as soon as the windows drivers are loaded.

You can NOT enter any BIOS/pre-boot passwords (random keypresses are detected etc) and my tests with Linux where also negative. It seems as if it is good hardware with a very crappy firmware. Contacting the manufacturer support was also very negative:

Support info (quotes!):

„[…] but we designed the keyboard with N-KRO (N-KRO means the keyboard can register any number of simultaneous key presses, while regular USB keyboards have a max of 6-KRO, or 6 simultaneous keys.“

[comment: for those people with more than 10 fingers or who like to slam the head on the keyboard while trying to get it to work]

„Our KB-460 achieves this by registering many keyboards connected to the computer (you can only see one as they are registered as a “Composite Device”, or a “device with more than one function”) and the BIOS is unable to make sense of the input coming from the keyboard.“

Several cheaper n-kro keyboards offer the possibility to disable this crap. Here is what the 90 EUR / $100 Func keyboard can do:
„I am sorry but Func KB-460 does not have that kind of function. You cant disable n-kro.“

Yes. Nothing.
[Update]
And here comes the surprise. After publishing this article on 5/6/15 around 2pm, 2h later I received an info from the Func support into one of my „resolved“ tickets:
„Seems like the KB-460 has an undocumented function.
Press FN+N and it will disable/enable Nkro.
This function should not be there. But it is.“
It shows, that using FN+N to disable n-kro seems to solve this problem.My BIOS now shows only 1 connected keyboard.
Give it a try!

Es sollte sich ja inzwischen bis zur letzten Reihe rumgesprochen haben, unter welchen Umständen und mit welchen Nebenwirkungen (Umwelt und Bevölkerung) die Produkte der Ölpalme (Palmfett, Palmöl, etc) hergestellt werden. Auch die zertifizierten Varianten sind mehr Schein als Sein. Daher meide ich dies wo es mir nur möglich ist. Leider wird einem das nicht immer leicht gemacht, denn oft steht nur nebulös etwas von „pflanzlichen Fetten“ in der Zutatenliste.

Mehr und mehr gehe ich daher dazu über, bei den Herstellern einfach mal nachzufragen. Was steckt drin? Welcher Herkunft und Art sind die pflanzlichen Fette bzw. Öle in dem Produkt? Ebenso fällt mir auf, dass oft plötzlich Palmfett etc in den Zutaten auftaucht, das vorher so nicht „drin“ oder angegeben war. Auch hier frage ich nach, wieso, seit wann und ob das sein muss.
Nach und nach werde ich diesen Beitrag dann immer mal ergänzen, wenn ich neue Informationen erhalte.

-Lidl Spaghetti mit Tomatensoße. Marke „Combino“
Auskunft der Fa. BEMPFLINGER Lebensmittel GmbH aus Altdorf:
„[…]In unserem Combino Spaghetti Gericht mit Tomatensauce, ist das enthaltene pflanzliche Fett, auf Basis von Palmfett.“

Soeben erhalte ich noch eine interessante eMail von Nestlé („Maggi“):
„[…]Ab dem 13.Dezember 2014 ist die EU-Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) in Kraft getreten. Sie regelt die Kennzeichnung von Lebensmitteln.
Mit dieser neuen Verordnung ist unter anderem die Kennzeichnung der botanischen Herkunft von Ölen und Fetten in der Zutatenliste vorgeschrieben. Palmöl war und ist in bestimmten MAGGI Produkten enthalten.“

Womit auch erklärt wäre, wieso plötzlich auf vielen Verpackungen Palmfett/-öl auftaucht.  Wenn dem so wäre, wieso gibt es dann noch Firmen (s.o.) die dies nicht angeben? 😉

Wer etwas stromparendes für einen Heimserver sucht, der sollte sich mal das Supermicro X10SBA anschauen.
Das Board ist passiv gekühlt und läuft mit der Intel Celeron J1900 CPU, hat also genug Leistung um ohne Probleme die beiden(!) Gbit LAN Ports oder auch die mSATA SSD zu „füttern“.

Ich habe das Board heute mit 2x 2GB DDR3L (wichtig, das Board läuft nur mit L Riegeln, also 1.35V), einer 64GB ADATA mSATA SSD und einer 3.5″ Festplatte in Betrieb genommen. Installiert ist natürlich Linux :).
Als Stromversorgung dient mir eine alte Pico-PSU80 mit ErP Netzteil.
Das Beste zum Schluss:

Im Idlemode, wenn die 3.5″ Platte schläft, hat der _gesamte_ Server einen Stromverbrauch von unter 14W. Wenn die 3.5″ Platte läuft und Daten liefert, dann liegt er bei unter 18W.

Ich werkele ja gerade an meiner SPL, und da erschien es mir vor ein paar Wochen eine gute Idee, noch das BZF-I draufzulegen.
Da ich allerdings wirklich null Bock auf so einen 300 EUR Vorbereitungskurs hatte, habe ich beschlossen, mir das alles im Selbststudium zu erarbeiten.

Gesagt getan, erstmal beim UL-Forum angemeldet und die BZF Theoriefragen gebüffelt. Keine Panik, es sind nur 254. Wen man den Katalog ein paar mal durchklick, hat man es drauf. In der tatsächlichen Prüfung kommen 100 Fragen davon dran, und 75 muss man richtig beantworten. Auch wenn im neuen Katalog von 2010 ein paar Fragen anders beantwortet werden (zB Bandbreite Flugflunk inzwischen 8.33kHz+25kHz) sollte das wirklich jeder hinbekommen.

Da ich auch die komplette Praxis im Selbststudium erlernen wollte, habe ich mich enschieden den „VFR Sprechfunk Simulator“ der DFS zu kaufen: Link
Ich nutze das Prog unter Windows 7 64bit, denn Win 7 hat eine integrierte Spracherkennung. Windows XP muss die gesprochenen Daten durchs Internet zum Server der DFS senden um die Spracherkennung dort abzuwickeln. Das dauert.
Das Prog an sich ist nicht schlecht. Auf Stufe 4 mit SVFR bereitet es einen ganz gut auf die Praxis vor, es gibt teilweise auch pervers abartige SVFR Vorgaben und Rollinformationen. Wer damit arbeitet und alle Flughäfen ein Dutzend mal durchübt, sollte bestehen können.
Es gibt allerdings auch einige Tücken. Machmal ist die Spracherkennung etwas hakelig, so will der Sim hie und da mal ein „drehe ich links“ anstatt ein „drehe links“ hören und dann wieder umgekehrt. Sagt man das dann nicht genau so, wird es direkt mit „NEGATIV!“ quittiert und man darf die Sache nochmal vorlesen. Aber daran wird wohl noch gearbeitet.  Und in der Praxis spielt das keine Rolle. Die Übung ist zusätzlich von Nutzen 🙂

Dennoch ist es wichtig, immer zu wissen WO man gerade ist, WELCHEN Kurs man fliegt und vor allem WIE HOCH!

Interessant wird es dann bei der Praxis. Da ich mich für das BZF-I entschieden habe, muss ich also neben dem Anflug in Deutsch den Abflug in Englisch abwickeln und außerdem einen Englischen Fachtext aus der Avionik vorlesen und übersetzen.

Heute in Eschborn haben alle die Theorie bestanden. Beim „Englischtest“ ist direkt ein Wiederholungskandidat rausgeflogen. Er stolperte über den Satz „In addidtion to the AIP….“. Ihm fehlte die Vokabel für „addition“. Das hat der Herr von der DFS direkt aufgegriffen und so lange gebohrt, genagt und gefragt, bis der Junge verzweifelt aufgegeben hat. War IMHO nicht ganz fair, aber unterm Strich richtig. Ich habe nicht mal dem vorgelesenen Text folgen können, aufgrund der schlechten Aussprache. Alle anderen Teilnehmer haben bestanden. Ich hatte Glück und hatte die NfL zum Thema Vorflugregeln. Also überhaupt keine Fachbegriffe aus der Luftfahrt. Hihi.

Dann kam der Abflug an die Reihe. Ich hatte eine Reise von Thessaloniki/Griechenland nach Hamburg in einer PA28A zur Aufgabe. Das Rufzeichen war mit D-EQFM ebenso wie der Ausflugpunkt aus der CTR vorgegeben. Wetter war auch angegeben (SVFR Bedingungen!), ebenso die ATIS Information Echo.
Achtung: Als besondere Schwierigkeit werden jetzt zusätzliche Aufgabgen vergeben, so hatte ich den Sonderfall, dass ich bei meinem Ausflugpunkt AGELO plötzlich feststelle, dass ich keinen Funkkontakt mehr zu MAKEDONIA TOWER habe. Mehr dazu später.
Ich habe also gesagt (ich in grün, ATC in rot):

Makedonia Ground – D-EQFM

D-EQFM – Makedonia Ground

D-EQFM  -PA28A – Light ACFT Apron – Information ECHO – Request SVFR to Hamburg via AGELO – Request startup

Damit war der Herr von der DFS sehr zufrieden, eifriges Nicken begleitet von:

D-FM – Information ECHO is correct – Startup approved

Dann wieder ich mit:

D-FM – Startup approved, Request taxi information

Dann wurde ich wieder mit vollem Rufzeichen gerufen und ganz unkompliziert geführt:

D-EQFM- taxi to holdingpoint DELTA RWY34 via CHARLIE – ALPHA and DELTA – hold short of RWY28

Hier sind einige bereits gestolpert, denn mit „hold short of RWY28“ – und das hat der ATC nachher nochmal ausdrücklich gesagt – wird aufgetragen kurz (Entfernung) vor der Piste 28 zu halten, zu kucken und dann gleich zu überqueren, man hat also direkt die Freigabe zum Überqueren bekommen!
NACHTRAG: Die obere Passage ist mit Vorsicht zu genießen, denn ein „hold short of“ beinhaltet gerade NICHT die Freigabe zum überqueren der Piste. Ich kann an dieser Stelle nur wiedergeben was in der Prüfung vom ATC gesagt wurde und wie er genau aus diesem Grund auch einige Leute etwas „intensiver“ angesprochen hat: „Die Freigabe zum überqueren haben Sie schon bekommen, wieso fordern Sie die nochmal an…“. Möglicherweise habe ich eine Freigabe vom ATC überhört und mir nicht notiert, keine Ahnung. Jedoch sollte bei einem „hold short of“ IMMER am Haltpunkt gewartet werden bis die Freigabe kommt. Ggf. nochmals anfordern!

Ich habe dann die Taxi Information zurückgelesen und damit war ich dann am Holdingpoint:

D-EQFM- taxi to holdingpoint DELTA RWY34 via CHARLIE – ALPHA and DELTA – will hold short of RWY28

Das mit dem Abkürzen des Rufzeichens und dann wieder Anruf mit vollem Rufzeichen wurde gerne gemacht vom ATC, darauf muss man gefasst sein! Einige Leute hat das schwer aus der Bahn geworfen und es kamen unfreiwillig lustige Gespräche zustande 😉 Fast wurde deshalb jemand rausgekegelt.

Daraufhin wurde mir gesagt:

D-FM – When ready for departure contact tower on 118.1

Einfach kurz Bestätigt mit:

D-FM 118.1

Dann habe ich den Tower gerufen:

Makedonia Tower – D-EQFM

D-EQFM – Makedonia Tower

D-EQFM – holdingpoint DELTA RWY34 ready for departure

Dann kamen natürlich die SVFR ins Spiel:

D-FM – are your ready to read special VFR

D-FM – positive!

Aber hier verhielt es sich noch relativ Human 😀

D-FM – leave CTR via AGELO – when airborne stay on RWY course, climb to altitude 600ft and turn left heading 270, climb to altitude 1500ft direct to AGELO – SQUAWK 1523

Kein großes Hexenwerk, wenn man sich das in einer sinnvollen Kurzschrift mitnotiert kann man das locker runterlesen:

D-FM – leave CTR via AGELO – when airborne I will stay on RWY course, climb to altitude 600ft, turn left heading 270 and climb to altitude 1500ft direct to AGELO – SQUAWK 1523

Dann war ich erstmal „am fliegen“ und andere Kandidaten wurden angerufen. Nachdem dann die Reihe wieder an mir war, kam ich allerdings ins Schleudern, denn ich hatte ja meine „Spezialaufgabe“ (jeder hatte übrigens eine Andere!). Also erstmal ganz normal ordentlich den Pflichtmeldepunkt gemeldet:

D-FM over AGELO at altitude 1500ft

Da kam dann natürlich keine Antwort. Also schwer Hirn angestrengt wie ich ne Blindsendung einleite, ist mir nicht mehr eingefallen 🙂

D-FM BLIND TRANSMISSION over AGELO at altitude 1500ft
D-FM BLIND TRANSMISSION over AGELO at altitude 1500ft next transmission in 15 minutes

Das war natürlich zu 75% Bullshit, denn eine Blindsendung wird eingeleitet mit „TRANSMITTING BLIND“. Der ATC sagte nur „Neee, so wird das nicht eingeleitet!“. Da habe ich frei weg gesagt, ich habe da eine Wissenslücke, da hat er gelacht und gesagt wie es auf englisch eingeleitet wird. Außerdem sagte er noch: „Und SQUAWK?“ Ich dann:

D-FM SQUAWK 1523 ääääh CORRECTION SQUAWK 7600

Da hat er dann zufrieden gegrunzt und mein Abflug war schon beendet. Da ich ohnehin keinen Funkkontakt hatte, war es müßig das Verlassen der Frequenz zu erbitten 😉

Alsdann kam dann der Anflug nach Hamburg auf Deutsch, bei schönstem Wetter:

HAMUBRG TURM – D-EQFM

D-EQFM – HAMBURG TURM

D-EQFM – PA28A 10 Minuten östlich DELTA Flughöhe 2000ft, VFR von Thessaloniky zur Landung

D-FM – fliegen Sie in die CTR via SIERRA-1 –  Piste 05 – QNH 1002

D-FM fliege in die CTR via SIERRA-1 – Piste 05 – QNH 1002

Das ging dann wieder reihum, als ich wieder am Zug war habe ich SIERRA-1 gemeldet:

D-FM über SIERRA-1 – Flughöhe 1500ft

Der Prüfer war wohl schon zufrieden, ich bekam die Freigabe für einen Direktanflug auf Piste 05:

D-FM Machen Sie Direktanflug auf Piste 05, melden Sie Endanflug!

Habe ich locker flockig bestätigt mir

D-FM Mache Direktanflug Piste 05, Wilco

Eifriges Nicken folgte und der Kelch ist weiter gewandert. Dann kamen noch zwei Zwischenfragen vom ATC:

D-FM wie ist Ihre Position?

D-FM Position zwischen SIERRA-2 und WHISKEY-2, Flughöhe 1000ft!

Und weiter ging das Ringelerein mit den nächsten, die irgendwie länger gefoltert wurden als ich (Puh!) Einige wären auch fast bei der gemeldeten Flughöhe gescheitert. Fliegen auf München zu und melden Flughöhe 1000ft oder 1500ft.  Da München schon eine ELEV von 1500ft hat ist das natürlich Quark und auch der ATC hat da 4x nachhaken müssen bis der Prüfling es gemerkt hat. Aber auch der hat am Ende bestanden!

Letztlich noch ein

D-FM Melde Endanflug!

und vom ATC eine letzte Frage:

D-FM Wie ist Ihr Steuerkurs?

Was beim Endanflug auf Piste 05 direkt geschossen kommen sollte 🙂

D-FM Steuerkurs 050!

D-FM Verstanden.

D-FM Wind XYZ° AB Knoten, Piste 05 Landung frei!

D-FM Piste 05 Landung frei!

Und damit war ich erlöst, die praktische Prüfung beendet und das BZF-I bestanden! Einige Details sind mir entfallen, zB hat er nach der Übermittlung der SVFR noch etwas gefragt, „D-FM do you need XXXXXX“, das Wort hatte ich noch nie gehört oder gelesen. Ich habs einfach verneint und gut wars 🙂 Puh!

FAZIT:

Selbststudium ist möglich! Insgesamt hat mich das BZF-I ca. 200 EUR weniger gekostet durch Kauf des Sprechfunk Simulators und fleissigen übens zu Hause. Ich kann jedem aber nur empfehlen sich vorher ein paar Englische NOTAMs oder NfLs anzuschauen, notfalls auch ein paar Fachbegriffe in den Kopf prügeln (Na, was heisst Wirbelschleppen auf Englisch? *g*) Wer sich mit einem Engländer oder Ami auf Englisch flüssig unterhalten kann (mit mehr als 10 Sätzen), der wird das bestehen.

 

 

 

 

500g
0,99 EUR
EAN 20175948
Hersteller: Burger/Weiß KG, Wibertshofen 20, 92334 Berching

Zutanten: Speisekartoffeln, Zwiebeln 9%, pflanzliches Öl, Speisesalz.

Was soll man groß sagen? Schaut euch die Zutanten an, nuff said! Keine Zusatzstoffe, keine Geschmacksverstärker, keine Aromen. Es ist das drin was drauf steht (auch wenn man die Zwiebeln nicht sehr gut sieht) und für die rasche, kleine Menge Bratkartoffeln ist es wirklich wunderbar geeignet! OK, die angegebene Menge von 2-3 Personen ist ein Witz 🙂 Eine Person kommt gut damit zurecht. Finde ich!

Die Kartoffeln sind je nach Packung mal etwas kleiner, mal etwas größer, aber der Geschmack und die Konsistenz waren bisher bei mir immer gleich. Gute Qualität, guter Preis, immer gerne wieder. Kaufbefehl! 🙂

Man muss ja auch nicht unbedingt die Schmorkartoffeln wie angegeben zubereiten, ich mache immer Bratkartoffeln daraus. Mjamm!

Nachdem mich unlängst ein Freund auf „World of Tanks“ aufmerksam gemacht hat, habe ich es jetzt auch einmal angespielt.
Über das wie, wieviel und was will ich mich jetzt nicht auslassen, dazu gibt es genug FAQs und Howtos im Netz, mir geht es an dieser Stelle um den sog. „Matchmaker“ (MM). Der MM „errechnet“ vor jeder Runde welche Fahrzeuge jeweils teilnehmen.

Meiner Ansicht macht er das aber so beschissen, dass man teilweise mit Tier 4 (T4) Panzern gegen T8 oder gar T9 kämpfen muss. Und da jetzt gleich wieder das Geflame losgeht („Ja aber das sind doch Scouts und blablablabla und überhaupt blablubb…“):
Das ist hier und da durchaus gerechtfertig, wer einmal einen T50 gefahren hat weiss, was Scouts können sollten. Sie sollen schnell und wendig sein. Wenn man dann aber mit einem Leopard im Gefecht steht und auch mit maximalem Motor Upgrade quasi kaum von der Stelle kommt und Heavy Tanks neben einem her rollen, dann kann da was nicht stimmen.

Ich habe eine nicht repräsentative Statistik über 183 Runden gemacht. Dabei habe ich jeweils zwischen dem Leopard, dem PzIII/IV und dem StuGIII gewechselt, gegen Ende kam auch noch die Wespe dazu.
Hier die Ergebnisse:

Spiele Gesamt: 183
davon
Kanonfutter (schwächste 5): 105
Ausgeglichen (mittlere 5): 55
Stark (Top 5 Spieler): 23

 

 

Man sieht deutlich, dass man zumindest in dieser Kombination als deutscher Panzerfahrer absoluter Bottomfeeder ist, man dient quasi nur als Kanonenfutter für die fetten Panzer. In über 50% der Fälle ist man ein „One Hit Wonder“, ein Schuss der großen Panzer und man ist weg.

Ein Premiumaccount hat auf diese Daten übrigens keinen Einfluss! Ich habe durch einen Coupon bisher 48h Premium gespielt, auch dort war ich immer nur unten am rumkrebsen.
Dazu kommt, dass meiner Ansicht nach die deutschen Panzer brutal unterbewertet sind. Wer mal gegen die russischen KV oder KV-3 gefahren ist weiss was ich meine. Die Entwickler des Spiels sind IMHO auch Russen, das gibt dem Ganzen ein Geschmäckle…

Ich habe bisher kein Spiel gespielt das sowohl soviel Spaß machen kann, als auch einen dermaßen hohen Frustrationsfaktor hat!

(Die Zahlen werde ich bis auf weiteres immer mal aktualisieren!)

Nachtrag 03.12.12:
Auch mit dem neuesten Update 8.1 hat sich nicht grundlegend etwas geändert. Der Ferdinand ist etwas agiler geworden, das war’s.

Nachtrag 19.06.13:Ich habe zwischenzeitlich rund 4k Spiele hinter mir und habe den Eindruck, dass es gaaaaaanz leicht besser geworden zu sein scheint, was den MM angeht. Man wird mit einem deutschen Panzer nicht mehr zu 80% „unten rein gekippt“. Geändert hat sich aber wenig an der russischen Überstärke.  Ich habe mich inzwischen vom Ferdinand zum Jagdtiger hochgearbeitet und dessen Performance spottet jeder Beschreibung. So habe ich dort das zweite T10 Kanonenupgrade freigeschaltet und als Höhepunkt in einem Spiel 10 Abpraller in Folge auf diverse gegnerische Panzer, darunter auch T7 Tanks die ich nicht penetrieren konnte. Ich gehöre ja nur zu den durchschnittlichen Spielern (50:50 Win/Loss), aber das kann doch nicht normal sein… Mitunter scheint dagegen der Jagdtiger eine Frontpanzerung(!) aus Papier zu besitzen: Eine ISU-152 (also eine SU-152 auf IS Fahrgestell, selbe Kanone wie die SU-152) erwirkt da gerne mal 1000 Punkte Schaden bei Frontaltreffer, lol.
Ich zitiere da mal Wikipedia (jaja, ich weiss): „Es existieren keine Berichte, dass die Frontpanzerung jemals im Kriegseinsatz von einer feindlichen Granate durchschlagen wurde. […] Als der Jagdtiger im Herbst 1944 in die Serienproduktion ging, konnte er z. B. die Panzerung eines Sherman auf über drei Kilometer Entfernung in jedem beliebigen Winkel durchschlagen. Seine Frontpanzerung von 250 mm war praktisch undurchdringlich und die 12,8-cm-Kanone in ihren Leistungen hervorragend.“

Außerdem ist es wenig sinnvoll, wenn man mit einem Jagdpanzer aus den 40er Jahren plötzlich gegen Panzer aus den späten 60ern fährt. WTF? Man selbst kommt kaum von der Stelle und durchschlägt so gut wie nichts aber die fetten T10 Panzer umschwirren einen mit 60km/h wie die Fliegen. Nervt.

Nachtrag 26.01.15: Inzwischen ist wieder einige Zeit Vergangen und ich scheine dem „Trick“ auf die Schliche gekommen zu sein. In den Kommentaren wurde es ja auch schon angesprochen, manchmal spielt man das Spiel quasi „von selbst“. Alles scheint zu funktionieren wie es soll, die Schüsse treffen dahin wo man gezielt hat, der Panzer rollt wie man es von Ausrüstung und Besatzung her erwarten kann. Dann wiederum gibt es Tage, da ist quasi nichts möglich. Man bekommt nichts gebacken. Keine Treffer sitzen. Der Panzer schleppt sich über das Spielfeld… man verliert am laufenden Band.

Ich habe dann mal einen kleinen versuch gemacht. Wenn ich mich eingeloggt habe, habe ich ein Spiel mit meinem favorisierten Panzer gestartet. Geht das Spiel in die Hose, mach ich ein Zweites. Geht auch das in die Hose, kommt die Analyse. Woran lag es? Hatte ich einfach einen miesen Tag oder stimmt etwas anderes nicht? Im letzten Fall, beende ich WOT und schaue ein Stündchen später nochmal rein. Selbes Ergebnis? Kein WOT mehr an diesem Tag. Oft ist es aber so, dass man sich bei diesem späteren, zweiten Login offenbar einen der Sieger Slots gegriffen hat. Plötzlich „gehorcht“ alles wieder. Das mache ich jetzt seit ca 500 Spielen so und mein WN8 Rating  (www.noobmeter.com) hat sich von mittelmäßigen 1.100 Punkten doch schon deutlich gebessert 😉

noobmeter

(Ja, nicht repräsentativ. Zeigt aber die Tendenz gut an. Im Mittel liege ich aktuell bei ca 1.600)

320g
2,69 EUR
EAN 4001724002772
Hersteller: Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG, Bielefeld

Zutanten:  Weizenmehl, Wasser, 15% passierte Tomaten, 13% Edamer Käse, 9,1% Salami (Schweinefleisch, Speck, Salz, Gewürze, Dextrose, Zwiebelpulver, Knoblauchpulver, Gewürzextrakte, Antioxidationsmittel (Extrakt aus Rosmarin), Rauch), pflanzliches Öl, jodiertes Speisesalz, Laktose, Backhefe, Maisstärke, Olivenöl nativ extra, Voleipulver, Verdickungsmittel Guarkenmehl, Emulgatoren (Mono- und Dacetylwinsäureester von Mono- und Diglyceriden von Speisefettsäuren, Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren), Dextrose, Zucker, Oregano, Molkeneiweißkonzentrat, Gerstenmalzextrakt, modifizierte Stärke, Basilikum, Paprika, Knoblauch, aufgeschlossenes Pflanzeneiweiß, Magermilchpulver, Cayennepfeffer, Backtriebmittel Natriumhydrogencarbonat, Säureregulator Calciumphosphate, Glukosesirup, Karamell, Gewürzextrakt, Pfeffer

Mein lieber Herr Gesangsverein. Nach dieser Zutatenliste bluten mir schon die Finger, da hat das Chemielabor aber wirklich alles gegeben. Möchte man diese Zutaten in (s)einer Pizza sehen? Eindeutig nein. Geklignelt hat es beim Punkt „aufgeschlossenes Pflanzeneiweiß“, ich erinnere mich da dunkel an eine Reportage über Maggiwürze.
Früher™ wurde da ja (wenn mich recht entsinne)  Eiweiß mit Salzsäure aufgeschlossen und am Ende mit Natriumcarbonat neutralisiert. Sodann hat man ein leckeres Gemisch von Salzen verschiedener Aminosäuren. Und über diesen Umweg kommen wir auch zur Glutaminsäure und ihren Salzen, den Glutamaten. Mjamm 🙂

Aber genug der Zitate nutzlosen Wissens, es geht um die Pizza. Mal alle inhaltstechnischen Probleme außen vor gelassen, wie schmeckt das Teil?
Ich habe mich ausnahmsweise mal ganz akkurat an die Hinweise auf der Packung gehalten und meinen Backofen vorgeheizt. Dann rein mit der Pizza und 12min backen lassen. Der Käse ist nicht sonderlich viel verlaufen, der Rand wurde nur minimal brauner. Interessant. Das fertige Produkt sah schon gut aus. Es roch auch so, tendierte aber olfaktorisch in eine etwas zu würzige Richtung. Geschmacklich sah ich das dann auch bestätigt, die Salami ist wensentlich zu würzig und dominiert den ganzen Belag. Gleich darauf folgt der meiner Meinung nach ebenfalls zu intensive Käse, das könnte auch fast ein Emmentaler sein. Der Belag ist also nur durchschnittlich, insgesamt wesentlich zu würzig/salzig. Und wirft man einen Blick auf die Nährwerttabelle, so sieht man diesen Eindruck bestätigt: Eine Pizza enthält fast 2.4g Salz und somit 99% der für einen Erwachsenen empfohlenen Tagesmenge. Prost Mahlzeit 🙂

Der Boden sucht unter den TK Pizzen jedoch seinesgleichen! Er ist unterm Belag weich und saftig, wo er Kontakt mit dem Backblech hatte jedoch sehr knusprig ohne zu bröseln. Der Geschmack kommt einem Teig aus der Pizzeria nahe, etwas brotig.  Hut ab, einen SO guten Boden habe ich bisher noch bei keiner Fertigpizza gesehen. Da kann auch die „Ofenfrische“ einpacken.

Unterm Strich eine Pizza aus dem Labor, die zu salzig belegt ist aber dafür mit einem exzellenten Boden aufwarten kann. Hut ab dafür! Meiner Ansicht nach wesentlich zu teuer, da lässt man sich den Vorsprung beim leckeren Boden gut bezahlen. Für den Salzbelag gibts Abzug, insgesamt aber immernoch eine gute

Note 2-

Dr.Oetker Tradizionale Salame

400g
1,49 EUR
EAN 20147570
Hersteller: BUSS GmbH&Co KG aus Ottersberg

Zutanten: Reis, 17% Schweinefleisch gewürzt (Schweinefleisch, Salz, Gewürze mit Senf), Wasser, Tomatenmark, Paprika, Erbsen, Zucker, Rauchspeck  (Schweinebauch, Salz, Gewürze, (mit Senf, Sellerie), modifizierte Stärke, Weizenmehl, Salz, Hefeextrakt, Aroma (mit Ei, Soja, Milch, Sellerie).

Lange ist es her, dass ich zuletzt mal etwas aus dem Bereich Lebensmittel getestet habe. Irgendwie veröffentliche ich das auch immer nur, wenn ich mich tierisch drüber aufregen muss. Da fällt mir auch direkt wieder das ekelhafte Red Bull Cola ein… Aber nun zum eigentlichen Thema!
Irgendwas hat mich geritten wieder ein Fertiggericht zu kaufen, also ich neulich durch den lokalen Lidl schlurfe.  Vermutlich verleitet vom wirklich(!) köstlichen Chili con Carne mit Reis der Firma BUSS Gmbh habe ich dieses mal zum „Zigeuner Topf“ gegriffen. Vermarktet wird das alles übrigens unter der Marke „Coquette“ und ist köstlich bebildert. Also wenn das nicht verlockend ist! Leckerer Reis, vor frische aus dem Bild hüpfende Erbsen und Paprika, und saftiges, knorpel- und fettfreies, weißes Fleisch. Wie geht das, zu diesem Preis?

Ich greife etwas vorweg: Es geht nicht.
Wenn man nämlich das Elend erstmal ausgepackt hat, dann grinsen einen nicht die abgelichteten Fleischstücke an, sondern das übliche sehnige, durchwachsene und hellgrau bis hellschwarze Geklumpe das es sonst auch überall gibt. Ich wüsste gar nicht, wo man als Endkunde Fleisch in so mieser Qualität kaufen kann. Es quietscht und knirscht beim zubeißen und möchte sich am liebsten gar nicht zerkleinern lassen. Ekelhaft->Tonne.
Reis und „Gemüse“ sind von der Konsistenz OK. Der generelle Geschmack ist allerdings weder wie beworben „pikant“ noch genussbehaftet. Ich nehme an der „Koch“, der den ganzen Tag nur Fleisch vom Arsch würfelt und eindost, will den Kunden was gutes tun und haut Süßstoff oder Zucker bis zum abwinken dran. Der ganze Pamps ist nämlich so süß, dass man eigentlich schon ne Warnung für Diabetiker aufdrucken sollte.

Ist es darüber hinaus noch erwähnenswert, dass man auch bei diesem Produkt wieder mit dem üblichen Marketingtrick  zum Thema Geschmacksverstärker und Hefeextrakt übertölpelt werden soll? Ich meine: JA! 😀

Fazit: Note 5-, mit viel gutem Willen und eine Empfehlung „Finger weg!“ von mir persönlich 🙂