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Das schmuffligste Blog der Welt

Sinn und Unsinn der passiert

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Archiv für Juli 2010

Als nächsten Schritt wollte ich das Dach montieren. Allerdings schien mir auch hier die alte Lösung nur wenig alltagstauglich zu sein. Keine Dämmung und nur mit Dachpappe belegt. Nein Danke!
Ich wollte das Dach auch mit 60mm Styrodur dämmen, also war guter Rat teuer. Doch letztlich ist mir auch hier etwas eingefallen:

Flugs wurden 19mm Profilholz von außen auf die Stahlbögen des Daches gelegt und von innen verschraubt. Auf diese dann eine 60mm x 40mm Lattung aufgebracht (die Latten also 60mm hoch), und die entstehenden Zwischenräume mit 60mm Styrodur gefüllt. Wirklich Stolz bin ich auf die Idee, wie ich letztlich die Dachhaut realisiert habe. Beim örtlichen Eisenwarenhändler habe ich 4 Stück Alubleche 1mm dick und 2.5m lang sowie 1.25m breit bestellt. Mit einer improvisierten Spenglerzange (eine Gripzange mit angeschweißtem Flachstahl) habe ich die Bleche dann passend gefalzt, auf das dach verbracht und dort dann die Falze passend eingehakt, die Bleche mit Spenglerschrauben samt Dichtscheibe verschraubt und anschließend die Falze mit einem Hammer geschlossen. Um das ganze dann wirklich 120%ig dicht zu machen, habe ich die Falze sowie die Schrauben nochmals mit Bitumenmasse abgedichtet. Sieht toll aus 🙂

Aufbau des Daches

Bis hierhin ging alles recht fix, sieht man von der Verzögerung beim Bodenbau durch teilweise wirklich schlechte Qualität der gelieferten Dielen ab. Wenigstens erhielt ich von der Holzhandlung(!) eine entsprechende Gutschrift. Ein zweites Mal werde ich dort allerdings nichts kaufen 😉

Nun musste der Rahmen auf dem Boden montiert werden. Das hört sich leichter an als es tatsächlich war, denn das gute Stück ist wie gesagt aus massivem T- und Winkelstahl geschweißt! Wir haben ihn zu viert drauf gehoben und ich muss im Nachhinein sagen, wir hatten verdammtes Glück, dass es geklappt hat!

Der Rahmen wurde dann mit 130mm Stahlschrauben und Muttern auf dem Fahrgestell festgeschraubt. Sitzt bombenfest. Im nächsten Schritt wurde der Rahmen auf zunächst 3 Seiten mit 18mm OSB Platten verbaut. Dieser Schritt war nur mit zwei Personen zu meistern und dauerte rel. lange. Zu schaffen machte uns auch das Wetter. Quasi mehrere Wochen >30 Grad im Schatten. Puh!

(Der aufmerksame Beobachter wird erneut etwas bemerken: Die Rückseite des Rahmens ist etwas nach rechts verzogen, dies ist offenbar durch einen früheren Umkipper geschehen.)

Verkleiden mit OSB Platten

Bevor die lustige Fahrt dann weitergehen konnte, musste das Fahrgestell noch mit neuen Reifen versehen werden. Dachte ich. Doch nachdem ich die Reifen mühsam abmontiert und ins Auto geladen hatte, wagte ich einen Versuch mit dem Kompressor. Und siehe da: Die uralten Reifen (u.A. Weißwandreifen von Firestone sowie Ladewagenreifen von Gummi-Maier) hielten die Luft! Also nur rasch die Felgen aufarbeiten und wieder ran ans Fahrgestell.

Nun konnte also mit der Materialbestellung begonnen werden. Zunächst wären da die neuen Bodenbretter aus zölliger Fichte.
Diese habe ich zunächst mit einem nicht gerade billigen Holzschutzmittel behandelt und mit dem Rahmen verschraubt (Schloßschrauben).
Die früher nicht vorhande Dämmung des Bodens habe ich auch gleich in Angriff genommen. 60mm Styrodur erschien mir angemessen. Auf die Dämmung kam dann der eigentliche Fußboden:
Echtholzdielen denen ein Hartwachsfinish verliehen wurde 🙂 Was für ein Glanz!

(Der Aufmerksame Beobachter wird feststellen: der Boden befindet sich nun gänzlich _unter_ dem Rahmen und ist nicht mehr in diesen eingelegt. Das habe ich so gemacht damit ich durch die Dämmung und die Dielen nicht soviel Raumhöhe verliere.)

Fahrgestell mit Fichtenbrettern

Insgesamt dauerte die Abrissaktion der verrotteten Bretter und Inneneinrichtung aus Beitrag I ca. 3 Tage. Letztlich blieb also nur noch das Gestell aus T- und Vierkantstahl sowie der Unterbau übrig.
Das Trennen von Aufbau und Fahrgestell ging einfacher von Statten als gedacht: Beim Anziehen mit dem Traktor löste sich das Festgerostete Gestell und kippte nach rechts ins Dickicht.

Also aus der Not eine Tugend gemacht und den Aufbau auf die Wiese bugsiert. Im nächste Arbeitsschritt wurden das Fahrgestell und der Rahmen mit einer Stahlbürste für Winkelschleifer/Bohrmaschine entrostet und anschließend mit Metallschutzfarbe neu lackiert.

Hier der Rahmen.

Rahmen auf der Wiese

Zusammen mit diversem Gerümpel habe ich 2003 u.A. einen alten Bauwagen BJ 1964 – also einen Oldtimer 😉 – erstanden.
Mangels Zeit bin ich bis Juni 2010 jedoch nicht dazu gekommen, ihn zu restaurieren. Ursprünglich wollte ich ihn zu „Peter Lustigs Bauwagen“ umbauen, das ist jedoch an seinem doch schon stattlichen Alter gescheitert. Er hätte die Stuhltreppe sowie die Dachterrasse nicht ohne umfangreiche Modifikationen verkraftet. Peters Bauwagen ist ohnehin mindestens 6m lang, ich habe hier nur 4m Länge und 2m Breite zu bieten.

Leider habe ich kein Foto im Originalzustand gemacht, es gibt also erst Bilder nachdem innen und außen schon alles entfernt wurde.
„Alles“, das war in diesem Falle (von innen nach außen):

-Möbel und Gerümpel
-16mm Profilholz innen
-Dämmung aus Schafswolle (da lebten schon Mäuse drin, es roch also dementsprechend)
-Lattung aus Hartholz, vermutlich Eiche. Sah stellenweise noch ganz gut aus.
-Wieder Profilholz, diesmal 19mm dick

Das Dach bestand auch aus dem 19mm Profilholz und war mit einer Schicht Bitumenschweissbahn sowie besandeter Dachpappe belegt.
In den Boden waren zöllige Fichtenbretter geschraubt, darauf 2mm Stahlbleche befestigt. Auf dem Foto ist alles bis auf den Boden schon entfernt.
Im Vordergrund sieht man, dass auch bereits ein Bodenblech entfernt wurde.

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