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Kategorie: Do it yourself

Da mein Mendel90 in einer recht dunklen Ecke steht, musste ich bislang immer mit einem kleinen Taschenlämpchen meinen Druck kontrollieren.
Mit dem Einbau meiner Melzi Controllerkarte, bietet es sich an, das Druckbett nun zu beleuchten und die Beleuchtung über ebendiese Karte mittels GCodes zu steuern.

Gesagt getan! Meine sehr verehrten Damen und Herrne, ich präsentiere:
Den beleuchteten Mendel90!

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Die linken und rechten Clipse sind für LEDs mit 5mm Durchmesser entworfen und halten die LEDs in einem 45° Winkel nach unten. Die oberen Clipse lassen die LEDs direkt nach unten strahlen.
Alle drei Varianten können als STL Datei hier heruntergeladen werden: clipse.zip

Optimaler Weise sind jeweils drei LEDs in Reihe zu schalten und der dafür dann benötigte Vorwiderstand einzubauen (komtm auf die LEDs an). Diese Strings werden dann parallel geschaltet.

In Phase 2 folgt nun der Einbau von LEDs in den X-Carriage-Fan-Duct, damit ich noch mehr Licht auf dem Druckbett habe. Dafür muss ich aber erst warten, bis das ABS da ist 🙂

[Update 17.11.13]
Heute habe ich Phase 2 angefangen umzusetzen. Zuerst habe ich nopheads original X-Carriage-Fanduct in FreeCAD importiert und dort dann die passenden Halterungen für 5mm LEDs sowie entsprechende Kabelführungen angebracht. Nachdem jetzt auch das ABS da ist, habe ich also einen Drucktag eingelegt 😀 Am Ende des Tages lagen zwei Fanducts auf dem Tisch, einer mit KISSlicer gesliced und einer mit Skeinforge50. Das Ergebnis war bei beiden ähnlich, unterm Strich musste ich bei dem Kisslicer Objekt mehr an der Brücke bereinigen. Das Bridging ist bei diesem STL recht extrem, und insgesamt bin ich überrascht, dass das mit Kisslicer überhaupt funktioniert hat.

Somit ist Phase 2 und das Beleuchtungsprojekt abgeschlossen. Das Druckbett und der Bereich um die Düse sind jetzt hervorragend ausgeleuchtet und man kann sogar komplett im Dunkeln drucken und alles hervorragend beobachten.
Hier noch ein paar Schnappschüsse.

Von der Seite

Download der Fanduct STL Datei: xcarriagefanduct_fixed.zip

Nachdem mein Mendel90 nun ganz vernünftig druckt, war es an der Zeit, die letzten Ressourcen auszuschöpfen und vor Allem den optionalen Lüfter in Betrieb zu nehmen. Dieser ist beim Mendel90 hinten links verbaut und soll nach Ende des Drucks das Druckbett und das hergestellte Werkstück abkühlen.
Nun, wie wird der gesteuert? Auf dem verwendeten Melziboard (Schaltplan hier) sieht man die beiden Pinleisten, einmal den 6poligen ISP Header JP17 (der interessiert uns hier nicht) und unten drunter den 10poligen JP16. Das ist derjenige, der von Interesse ist. Dort sind die Ausgänge A1-4 verzeichnet. A4 ist mit der Debug LED verbunden und daher lasse ich den mal außen vor. Bleiben A1-3 übrig, diese sind direkt mit Prozessorpins verbunden.

Da auf dem Melziboard ein Atmel läuft, können die Pins nichts großartiges mit Strom versorgen, man braucht also einen Treiber dafür. Auf meiner kleinen Add-On Platine verwende ich drei N-Kanal Mosfets IRLZ34N, die steuern schon bei 3.3V Gatespannung nach Masse durch.
Achtung: Laut Schaltplan geht Pin10 des Anschlusses direkt an GND, ich weiss nicht ob das an die Massefläche der Platine geht oder über eine (dünne) Leiterbahn irgendwohin. Also obacht beim versorgen von großen Lasten 😉

Da der Pin Header nur 5V liefert (laut Schaltplan an Pin 9), müssen noch 12V auf das Add-On Board. Das geschieht über das Lötauge neben dem Wannenstecker. Hier kann ein Kabel angelötet werden, dass direkt an den noch freien „FAN+“ Anschluss auf dem Melziboard geht. Dort liegt Dauerplus an.

Über die drei Schraubterminals kann dann die zu steuernde Last angeschlossen werden. Von vorne betrachtet ist links Masse und Rechts 12V.
Und wie steuert man die Ausgänge nun? Das Melziboard beim Mendel90 hat per Default nopheads Marlin Fork installiert. Dort gibt es den GCode Befehl M42 um diverse Pins zu steuern.
Für das Add-On Board wären das:

Ausgang 1AN „M42 S255 P30“
Ausgang 1 AUS  „M42 S0 P30“
Ausgang 2 AN „M42 S255 P29“
Ausgang 2 AUS „M42 S0 P29“
Ausgang 3 AN „M42 S255 P28“
Ausgang 3 AUS „M42 S0 P28“

Die Platine ist großzügig dimensioniert, bietet also genug Platz um ein oder zwei Löcher zu bohren und sie hinten am Mendel90 zu befestigen. Das Flachband- und 12V Kabel sind dann entsprechend lang zu wählen 🙂

Layout und Schaltplan zum Download als zip (Eagle Format): melzi-control

Foto der bestückten Platine
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Am Mendel90

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3D Drucker werden ja langsam erschwinglich, die ersten Schrottgeräte sind bei den üblichen Elektroniktrödlern erhältlich. Zeit also, sich mal nach einem etwas besseren Gerät umzuschauen und zu sehen, was der „Markt“ bietet. Über den Hinweis eines Freundes bin ich dann auf die Reprap Drucker gestoßen, da gibt es einige sehr interessante Varianten.
Da ich vor habe, damit u.a. Gehäuse für Prototypen und kleine Ersatzteile zu drucken, habe ich mir diese Voraussetzungen ausgedacht:

– Druckvolumen 20cm x 20cm x 20cm
– Erweiterbar auf 2 Extruder
– Kostengünstig
– Eventuell Bausatz

Nach geraumer Zeit der Recherche bin ich dann tatsächlich bei einem Reprap Modell hängen geblieben. Der User „nophead“ bietet im Reprap Forum seine Variante des Mendel Repraps als Mendel90 an. Umgerechnet 750 EUR inkl. Versand soll das komplette Kit kosten und wird direkt mit 0.4mm Hotend und einigen Metern 3mm Filament geliefert. Das Gerät macht optisch einen sehr guten Eindruck und auch die bisherigen Käufer äußern sich nicht negativ. Also habe ich mir den Bausatz mal bestellt 🙂

Bereits wenige Tage nach der Überweisung des Geldes traf das hervorragend(!!) verpackte Kit ein. Ebenso hervorragend war die Beschriftung und Verpackung der einzelnen Baugruppen und Teile, alle Kleinteile in beschrifteten Tütchen! Besser geht es nicht. Die Bauanleitung ist auf Englisch, einzelne Fachbegriffe musste ich ab und an nachschlagen, aber durchaus verständlich.
Insgesamt habe ich ca 20h an dem Mendel90 gebaut. Das Kalibrieren hat mit Messchieber, Messuhr und Wasserwaage dann allerdings recht lange gedauert. Man muss messen, einstellen, Testobjekte drucken und bewerten und dann alles wieder von vorne, wenn man den Drucker bewegt hat. Aber nach einigen  Tagen hat es dann geklappt, und ich habe meinen ersten produktiven Druck gemacht. Ein Raspberry Pi Gehäuse.

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Hier habe ich ja schon mal erläutert, wie man eine externe Relaiskarte (zB die K8IO von Pollin) an den Raspberry anschließen kann. Damit habe ich mir eine einfache Alarmanlage realisiert.
Zwischenzeitlich habe ich jedoch festgestellt, dass ich aufgrund der Netzwerkanbindung eigentlich gar keine Relais steuern muss/will. Ich sende mir über ein per USB/RS485 angeschlossenes GSM Modem im Alarmfall SMS und gebe über einen Audioverstärker Alarmsounds (Sirene etc.) aus. Also kein Bedarf, per Relais eine Hupe oder ein Blinklicht zu steuern. Der Platz im Gehäuse kann sinnvoller genutzt werden.

Was liegt also näher, als sich eigene Breakoutboards für die Alarmgeber (Reedschalter für Türen, IR Bewegungsmelder, etc.) zu bauen, die nur die nötigen Schnittstellen nach außen führen? Im Zuge der Entwicklung soll auch noch ein LCD zur Anzeige von Infos mit eingebunden werden.
Also los!

Zunächst sollte man versuchen herauszufinden, wieviele Alarmgeber man anschließen will. Ich nutze gegenwärtig einen IR Bewegungsmelder und diverse Reedschalter für Fenster und Türen. Letztere sind in Reihe geschaltet, werden also als ein Alarmgeber behandelt. Eins hin, eins im Sinn macht zwei, noch einen als Reserve und siehe da, man braucht Anschlussmöglichkeiten für drei Alarmgeber. Dann braucht man natürlich noch einen Eingang, um die Anlage „unscharf“ schalten zu können, sonst löst man selbst beim Eintreten etc. den Alarm aus. Es muss also eine Anschlussmöglichkeit für 3 Alarmgeber und 1 Unscharfschalter geben. Das entspricht 4 zu belegenden GPIO Pins.
Weiterhin soll ein beleuchtetes LC Display angeschlossen werden. Dort kann man dann die Uhrzeit, die Anzahl der Alarme oder sonstwas anzeigen lassen. Ich will bzgl. des LCDs nicht zu weit ausholen, aber es gibt serielle oder parallel zu betreibende Displays. Serielle benötigen in der Regel 4 Signalleitungen, parallele deren 8. Das war mir immernoch zu viel. GPIO Pins sind knapp! Also entschloss ich mich dazu, das Display per I²C anzusteuern, das sind immerhin nur zwei Leitungen. Dafür gibt es fertige Module in denen der I²C Portexpander gleich verbaut ist. Ich hatte jedoch gerade ein LCD 1602er Modul mit HD44780 und den passenden Expander (PCF8574) rumliegen, also habe ich alles gleich selbst gemacht.

Der Masterplan war also:

1. Entwicklung einer kleinen Breakoutplatine mit 4 Anschlussklemmen für 3 Alarmgeber/1 Unscharfschalter, mit Anschlussmöglichkeit für eine LCD Platine (I²C).
2. Entwicklung einer LCD Platine mit I²C Portexpander zum Anschluss an das Breakoutboard.

Punkt eins ist ganz simpel, eine Platine mit 2x13pol. Pinheader, über 4 Pullupwiderstände mit 10k Ohm liegen an den 4 GPIO Pins immer 3.3V an. Alarmgeber sind in der Regel „Normally Closed (NC)“, d.h. über 4 Pulldownwiderstände mit 100 Ohm liegen an den GPIO Pins 0V/GND an. Bei „Normally Open (NO)“ Gebern würden dann logischerweise die 3.3V anliegen 😉
Auf der Platine gibt es einen 2x3pol. Pinheader über den die beiden I²C Pins des Raspberry (SDA + SCL) sowie 5V und GND herausgeführt werden.  Mein LCD Display verfügt über eine direkt mit 5V zu schaltende Hintergrundbeleuchtung.

Punkt zwei ist nur wenig komplizierter. Auf der LCD Platine gibt es dann ebenfalls einen passenden 2x3pol. Pinheader, die beiden I²C Leitungen gehen zum IC, dem bereits erwähnten PCF8574.  Dessen Ausgänge (nicht alle, ich nutze das DIsplay im 4bit seriellen Modus) steuern dann das Display. In der aktuellen WiringPi Version gibt es einen passenden Treiber um Displays mit dem PCF8574 anzusprechen.  Dann noch kleinkrams wie ein 10k Drehpoti zur Kontrastregelung, Lötpads um einen Schalter anzuschließen, der die Beleuchtung des Displays steuert. Wäre ja Unsinn, da dauernd das Licht brennen zu lassen. Der PCF8574 ist im Layout übrigens auf Adresse 0x21 konfiguriert!

Und fertig. Beide Platinen habe ich mit der Freewareversion von Eagle entworfen und gleich mit meiner selbstgebauten Ätzküvette und dem optimierten Tonertransferverfahren hergestellt.

PS: Die in Bild eins zu sehende RaspiCam ist übrigens mit ins Alarmschema eingebungen und macht im Alarmfall tolle Bilder 🙂

Download Layouts

Beide Module angeschlossen

In meinem letzten Beitrag habe ich ja bereits geschildert, wie das Ergebnis meines ersten Tonertransfertest zur Herstellung des Arduino mega-ISP Shields verlaufen ist.
Mit dem Ergebnis der Platine war ich jedoch nicht mehr so ganz zufrieden, nachdem ich gesehen habe, dass Platinen auch ganz anders aussehen können. Von Belichteten ganz zu schweigen.
Es musste also etwas verbessert werden. Lange habe ich Foren, Wikis und Portale gewälzt und studiert und bin zu diesen Erkenntnissen gelangt:

1. Mein Kyocera FS-1010 bringt zu wenig Toner auf2. Das Basismaterial muss „wie geleckt“ sein
3. Mit verschiedenen Druckmedien gibt es unterschiedliche Ergebnisse
4. Anschleifen mit 600er/1000er Schleifpapier soll bessere Ergebnisse bringen

Das sind eigentlich die wesentlichen, das Ergebniss beeinflussenden Kriterien. An Punkt 1 möchte ich nichts ändern, der Drucker ist super, Toner geschenkt billig und die Geschwindigkeit OK. Es gibt wohl die Möglichkeit den Tonerauftrag zu erhöhen (bzw. den ab Werk eingestellten ECO Modus abzuschalten), wenn man ein Kyocera Tool nutzt. Das geht aber wohl nur, wenn der Drucker einen Netzwerkanschluss hat oder über die parallele Schnittstelle angeschlossen ist. Ersteres hat meiner nicht, und zweiteres hat mein Rechner nicht. Also ist Punkt 1 schon mal nicht zu ändern.

Kommen wir zum „geleckten“ Basismaterial. Da ich meine Platinen gerne mal bei Pollin im 1kg Sack kaufe, wird es damit auch schwierig 😀 Ich bin der Ansicht, dass es auch mit nicht ganz fabrikneuem Material funktionieren MUSS. Daher habe ich für meine folgenden Tests eine bereits mehrfach betransferte Platine benutzt, die schon nicht mehr ganz so frisch aussah. Punkt 2 wäre damit also auch abgehakt.

Zu Punkt 3 habe ich viel gelesen. Manche nutzen das Trägerpapier von Buchfolie, die man Rollenweise kaufen kann. Andere organisieren sich kostenlose Aufkleber und drucken dadrauf. Wieder andere behaupten, das Butterbrotpapier von Gut&Günstig aus dem Edeka wäre ideal geeignet um mit Ihrem Laserdrucker Marke WasWeisIch bedruckt zu werden.  Ich möchte eigentlich weniger rumspielen und meine Zeit mit Foliensuche verbringen. Ich brauche reproduzierbare Ergebnisse! Ich habe mich daher entschieden, nach wie vor bei den käuflich zu erwebenden Trägerfolien zu bleiben, die genau für diesen Zweck gedacht sind. 10 Blatt A4 Trägerfolien kosten inkl. Versand noch keine 2 EUR, und auf jedes Blatt kann man in der Regel mehrere Platinen drucken. Also habe ich damit auch Punkt 3 verworden.

Last not least, wäre noch Punkt 4 übrig. Und den finde ich am interessantesten! Ich habe meine Platinen ja immer schon vor dem Aufbügeln mit Aceton gereinigt, aber sollte das Anschleifen einen so dramatischen Unterschied machen? Nun, ich mache es kurz und sage: Es macht! Leider gab es bei uns im Baumarkt nur Sandpapier mit 1200er Körnung. Aber selbst damit hat man die Oberfläche der Platine optisch ruiniert. Nach der Bearbeitung mit dem Sandpapier hätte ich meine Hand dafür ins Feuer gelegt, dass das nichts wird. Dann nochmals gereinigt, aufgebügelt und begutachtet. Abgesehen vom Kyoceraproblem des zu geringen Tonerauftrags, ein hervorragendes Ergebnis. Es hat sich alles von der Folie gelöst und wurde übertragen. Man sah durch die Masseflächen hindurch zwar die angeschliffene Platinenstruktur schimmern, aber wer nicht wagt der nicht gewinnt, rein in die Küvette.

Und was soll ich sagen, das Ergebnis überzeugt voll und ganz! Die beste Platine die ich je hergestellt habe. Das Geheimnis scheint (bei mir *g*) das Anschleifen des Basismaterials mit 1200er Sandpapier gewesen zu sein.

Aufgebügelt, man sieht die Wabenstruktur nach dem Schmirgeln

Seit geraumer Zeit spiele ich mit dem Arduino Uno und dem ATmega328P. Jetzt habe ich mir auf einem Steckbrett mit einem BMP085 (Druck- und Temperatursensor), einem DS18S20 (nur Tempereatursensor) und einem 128×64 Grafik-LCD eine kleine Wetterstation gebastelt. Das ganze Projekt möchte ich jetzt auf eine eigene, kleine Platine verbannen und dazu muss natürlich etwas geäzt werden.  Aber ätzen kann man nur indem man mit Brühen in einer Schale rumsaut oder indem man eine Ätzküvette benutzt.

Diese kann man sich ganz einfach aus 5 passend geschnittenen Glascheiben und essigvernetzendem Silikon selber basteln. Meine hier abgebildete Küvette hat ein brutto Volumen von 1l. Damit nichts übersprudelt kann man netto 750ml einfüllen. Dazu dann noch eine Belüftungspumpe aus dem Aquarienhandel für 5 EUR und fertig ist die Ätzküvette. Bleibt noch das Problem der Heizung zu lösen, dazu verwenden ja viele einen Regelheizer für Aquarien, aber die lassen sich oft nur bis 35°C aufdrehen, ätzen mit Natriumpersulfat funktioniert jedoch erst ab 50°C so richtig schön.  Zu diesem Zweck habe ich mir dann 2x 12V 50W Halogenstiftsockellampen gekauft (je 50 cent), die in Reihe geschaltet und in ein feuerfestes Reagenzglas versenkt. Dann das Glas mit Quarzsand (oder gesiebtem Vogelsand) aufgefüllt und fertig ist der Heizstab. Man braucht dazu natürlich ein 24V 100W Netzteil, am besten ein regelbares Labornetzteil. Mit dieser Heizung dauert es ca. 20min um 15°C kaltes Wasser auf 50°C zu erwärmen. Passt.

Bei eBay habe ich mir dann noch 20 Blatt Thermotransferpapier (2.99 EUR) bestellt und dann das mega-ISP Layout (http://drug123.org.ua/mega-isp-shield/) ausgedruckt. Der Transfer mit dem Bügeleisen auf das kupferkaschierte Basismaterial war etwas kniffelig, denn es ist trial and error angesagt. Mal war es zu heiss, dann klebte das ganze Papier auf der Platine, mal war es zu kalt und der Toner hing noch auf dem Papier, mal zu kurz gedrückt, mal zu lang.  Die Fehlversuche mussten dann immer mit tüchtig Lösungsmittel (z.B. Aceton) entfernt werden.
Am besten war bei meinen uralten Bügeleisen die Einstellung „mittlere Stufe Baumwolle“ und 60 Sekunden aufpressen. Dann löste sich das Papier sehr gut von der Platine und der ganze Toner wurde übertragen. Nach dem Ätzen kann dann der Toner wieder mit Aceton abgeputzt werden. Am besten man verzinnt dann sofort, denn das Kupfer oxydiert rel. schnell.
Die Platinenhalterung ist übrigens einfach aus ein paar Kabelbindern gebastelt 😀

Hier sind nun die Bilder des Ergebnisses. Für den Anfang ganz OK!

Ätzküvette, gegen das Blenden des Heizstabs mit Alufolie beklebt

Für eine Alarmanlage habe ich mir bei Pollin die Relaiskarte K8io für den Parallelport bestellt. Nun gibt es leider für den Raspberry Pi keine USB->Paralleladapter, die diesen Namen auch verdienen, also musste gebastelt werden.
Da haben wir dann auch gleich das erste Problem, die parallele Schnittstelle arbeitet mit 5V high Pegeln, der Pi mit 3.3V TTL. Außerdem will ich die Karte mit 12V DC betreiben und nicht mit 9V AC. Wer hat sich denn das einfallen lassen? Wer hat denn irgendwo 9V AC liegen? 😀
Aber wo ein Wille ist, da ist ein Weg! Insofern muss man das Layout der K8io ein wenig modifzieren und dann geht auch das und zwar so:

-Vom Gleichrichter ersparen wir uns D2 und D4, da 12V DC Betrieb. Der + Pol ist dann außen und GND ist innen.
-Außerdem können wir mit dem Spannungsregler 7805 (12V DC -> 5V DC) nichts anfangen. Wir wollen nativ die 3.3V des Pi nutzen. Das spart auch schön Platz, es gibt keinen Kühlkörper mehr 🙂
Nachtrag: Wir erleichtern das Netzteil der K8io auch gleich noch um die beiden 100nf Kondensatoren, dann können wir aus den Resten (7805, Kühlkörper, 2x 100nF) eine kleine Wandlerplatine für den Pi bauen und alles mit 12V betreiben)
Nachtrag 2: Die o.g. Idee ist doch nicht so grandios wie zunächst vermutet. Der Raspi zieht doch recht ordentliche 0.5A max aus dem 7805. Bei 12V DC Betrieb sind das dann 3.5W Wärme Verlustleistung die an dem kleinen Sparkühlkörper verbraten werden müssen. Sprich: Das Teil wird recht heiss. Ich werde daher vermutlich auf ein kleines Schaltnetzteil umrüsten. Die haben idR einen wesentlich besseren Wirkungsgrad und verbraten nicht einfach in Wärme.
Nachtrag 3: Ich habe nun auf Basis des LM2576T-5.0 ein kleines Schaltnetzteil gebaut (u.A. hier vorgestellt). Die 150µH Drossel war nirgends zu bekommen, also musste mit dem ebenfalls dort vorgestellten Tool neu berechnet werden. Dies hat ergeben, dass ich auch eine 100µH Drossel verwenden kann, wenn ich den Kondensator anpasse.
Man merkt deutlich, dass nun der Gesamtaufbau wesentlich weniger Strom aufnimmt. Hatte ich vorher in der Spitze rund 500mA Stromaufnahme, so habe ich mit dem SNT nur noch max. 330mA Stromaufnahme! Und da ist noch ein kleiner NF-Verstärker hinzugekommen. Es lohnt sich also auf jeden Fall, den 7805 auszutauschen. Der Aufbau wird auch nur noch handwarm.

Soviel zu den techn. Änderungen! JP1 lassen wir drin, darüber kommen die 3.3V des Pi aufs Board. Es ginge zwar theoretisch auch ohne die Versorgung über JP1, und man hätte dann einen weiteren Eingang, aber sicher ist sicher.
Weitere Änderungen muss man eigentlich nicht vornehmen. Zu beachten ist, dass über die Pull Up Widerstände immer 3.3V an den Eingängen 1-4 anliegen.
Jetzt muss eigentlich nur noch ein passendes Adapterkabel gebastelt werden. Das geht am einfachsten mit einem 2×13 poligen Pfostenstecker, passendem Flachbandkabel und einem 25 poligen Sub-D Stecker mit Lötkelchen. Gibt es alles für ein paar EUR beim Trödler um die Ecke 😉

Hier ist die genaue Belegung für das Adapterkabel:

GPIO# PIN# Signal LPT PIN
2 3 Ctrl 1
3 5 Ctrl 14
4 7 Ctrl 16
14 8 Select1 10
15 10 Ctrl 17
17 11 Select2 11
18 12 Select3 12
27 13 Select4 13
22 15 Data1 2
23 16 Data2 3
24 18 Data3 4
10 19 Data4 5
9 21 Data5 6
11 23 Data6 7
25 22 Data7 8
8 24 Data8 9
7 26
1 3.3V 15
6 GND 18-25

Die erste Spalte bezeichnet den GPIO Signalname, die zweite Spalte den zugehörigen Pin auf dem Raspi Board (Achtung: Version 2!). Last not least die letzte Spalte die Pins auf dem Sub-D Stecker.

Hat man das dann alles ordentlich verlötet und auf Kurzschlüsse geprüft, kann man anstöpseln und sich mit den entsprechenden Tools austoben 🙂
Wer möchte, kann sich eine kleine Huckepackplatine für die K8io basteln und dann noch die brachliegenden Control Leitungen als weitere Eingänge oder Ausgänge nutzen. Ich habe mir da vier LEDs mit Vorwiderständen auf einen Platinenrest gelötet und realisiere damit Statusanzeigen.

Eingebaut in einem alten Gehäuse kann sich das sehen lassen 🙂


Ich werkele ja gerade an meiner SPL, und da erschien es mir vor ein paar Wochen eine gute Idee, noch das BZF-I draufzulegen.
Da ich allerdings wirklich null Bock auf so einen 300 EUR Vorbereitungskurs hatte, habe ich beschlossen, mir das alles im Selbststudium zu erarbeiten.

Gesagt getan, erstmal beim UL-Forum angemeldet und die BZF Theoriefragen gebüffelt. Keine Panik, es sind nur 254. Wen man den Katalog ein paar mal durchklick, hat man es drauf. In der tatsächlichen Prüfung kommen 100 Fragen davon dran, und 75 muss man richtig beantworten. Auch wenn im neuen Katalog von 2010 ein paar Fragen anders beantwortet werden (zB Bandbreite Flugflunk inzwischen 8.33kHz+25kHz) sollte das wirklich jeder hinbekommen.

Da ich auch die komplette Praxis im Selbststudium erlernen wollte, habe ich mich enschieden den „VFR Sprechfunk Simulator“ der DFS zu kaufen: Link
Ich nutze das Prog unter Windows 7 64bit, denn Win 7 hat eine integrierte Spracherkennung. Windows XP muss die gesprochenen Daten durchs Internet zum Server der DFS senden um die Spracherkennung dort abzuwickeln. Das dauert.
Das Prog an sich ist nicht schlecht. Auf Stufe 4 mit SVFR bereitet es einen ganz gut auf die Praxis vor, es gibt teilweise auch pervers abartige SVFR Vorgaben und Rollinformationen. Wer damit arbeitet und alle Flughäfen ein Dutzend mal durchübt, sollte bestehen können.
Es gibt allerdings auch einige Tücken. Machmal ist die Spracherkennung etwas hakelig, so will der Sim hie und da mal ein „drehe ich links“ anstatt ein „drehe links“ hören und dann wieder umgekehrt. Sagt man das dann nicht genau so, wird es direkt mit „NEGATIV!“ quittiert und man darf die Sache nochmal vorlesen. Aber daran wird wohl noch gearbeitet.  Und in der Praxis spielt das keine Rolle. Die Übung ist zusätzlich von Nutzen 🙂

Dennoch ist es wichtig, immer zu wissen WO man gerade ist, WELCHEN Kurs man fliegt und vor allem WIE HOCH!

Interessant wird es dann bei der Praxis. Da ich mich für das BZF-I entschieden habe, muss ich also neben dem Anflug in Deutsch den Abflug in Englisch abwickeln und außerdem einen Englischen Fachtext aus der Avionik vorlesen und übersetzen.

Heute in Eschborn haben alle die Theorie bestanden. Beim „Englischtest“ ist direkt ein Wiederholungskandidat rausgeflogen. Er stolperte über den Satz „In addidtion to the AIP….“. Ihm fehlte die Vokabel für „addition“. Das hat der Herr von der DFS direkt aufgegriffen und so lange gebohrt, genagt und gefragt, bis der Junge verzweifelt aufgegeben hat. War IMHO nicht ganz fair, aber unterm Strich richtig. Ich habe nicht mal dem vorgelesenen Text folgen können, aufgrund der schlechten Aussprache. Alle anderen Teilnehmer haben bestanden. Ich hatte Glück und hatte die NfL zum Thema Vorflugregeln. Also überhaupt keine Fachbegriffe aus der Luftfahrt. Hihi.

Dann kam der Abflug an die Reihe. Ich hatte eine Reise von Thessaloniki/Griechenland nach Hamburg in einer PA28A zur Aufgabe. Das Rufzeichen war mit D-EQFM ebenso wie der Ausflugpunkt aus der CTR vorgegeben. Wetter war auch angegeben (SVFR Bedingungen!), ebenso die ATIS Information Echo.
Achtung: Als besondere Schwierigkeit werden jetzt zusätzliche Aufgabgen vergeben, so hatte ich den Sonderfall, dass ich bei meinem Ausflugpunkt AGELO plötzlich feststelle, dass ich keinen Funkkontakt mehr zu MAKEDONIA TOWER habe. Mehr dazu später.
Ich habe also gesagt (ich in grün, ATC in rot):

Makedonia Ground – D-EQFM

D-EQFM – Makedonia Ground

D-EQFM  -PA28A – Light ACFT Apron – Information ECHO – Request SVFR to Hamburg via AGELO – Request startup

Damit war der Herr von der DFS sehr zufrieden, eifriges Nicken begleitet von:

D-FM – Information ECHO is correct – Startup approved

Dann wieder ich mit:

D-FM – Startup approved, Request taxi information

Dann wurde ich wieder mit vollem Rufzeichen gerufen und ganz unkompliziert geführt:

D-EQFM- taxi to holdingpoint DELTA RWY34 via CHARLIE – ALPHA and DELTA – hold short of RWY28

Hier sind einige bereits gestolpert, denn mit „hold short of RWY28“ – und das hat der ATC nachher nochmal ausdrücklich gesagt – wird aufgetragen kurz (Entfernung) vor der Piste 28 zu halten, zu kucken und dann gleich zu überqueren, man hat also direkt die Freigabe zum Überqueren bekommen!
NACHTRAG: Die obere Passage ist mit Vorsicht zu genießen, denn ein „hold short of“ beinhaltet gerade NICHT die Freigabe zum überqueren der Piste. Ich kann an dieser Stelle nur wiedergeben was in der Prüfung vom ATC gesagt wurde und wie er genau aus diesem Grund auch einige Leute etwas „intensiver“ angesprochen hat: „Die Freigabe zum überqueren haben Sie schon bekommen, wieso fordern Sie die nochmal an…“. Möglicherweise habe ich eine Freigabe vom ATC überhört und mir nicht notiert, keine Ahnung. Jedoch sollte bei einem „hold short of“ IMMER am Haltpunkt gewartet werden bis die Freigabe kommt. Ggf. nochmals anfordern!

Ich habe dann die Taxi Information zurückgelesen und damit war ich dann am Holdingpoint:

D-EQFM- taxi to holdingpoint DELTA RWY34 via CHARLIE – ALPHA and DELTA – will hold short of RWY28

Das mit dem Abkürzen des Rufzeichens und dann wieder Anruf mit vollem Rufzeichen wurde gerne gemacht vom ATC, darauf muss man gefasst sein! Einige Leute hat das schwer aus der Bahn geworfen und es kamen unfreiwillig lustige Gespräche zustande 😉 Fast wurde deshalb jemand rausgekegelt.

Daraufhin wurde mir gesagt:

D-FM – When ready for departure contact tower on 118.1

Einfach kurz Bestätigt mit:

D-FM 118.1

Dann habe ich den Tower gerufen:

Makedonia Tower – D-EQFM

D-EQFM – Makedonia Tower

D-EQFM – holdingpoint DELTA RWY34 ready for departure

Dann kamen natürlich die SVFR ins Spiel:

D-FM – are your ready to read special VFR

D-FM – positive!

Aber hier verhielt es sich noch relativ Human 😀

D-FM – leave CTR via AGELO – when airborne stay on RWY course, climb to altitude 600ft and turn left heading 270, climb to altitude 1500ft direct to AGELO – SQUAWK 1523

Kein großes Hexenwerk, wenn man sich das in einer sinnvollen Kurzschrift mitnotiert kann man das locker runterlesen:

D-FM – leave CTR via AGELO – when airborne I will stay on RWY course, climb to altitude 600ft, turn left heading 270 and climb to altitude 1500ft direct to AGELO – SQUAWK 1523

Dann war ich erstmal „am fliegen“ und andere Kandidaten wurden angerufen. Nachdem dann die Reihe wieder an mir war, kam ich allerdings ins Schleudern, denn ich hatte ja meine „Spezialaufgabe“ (jeder hatte übrigens eine Andere!). Also erstmal ganz normal ordentlich den Pflichtmeldepunkt gemeldet:

D-FM over AGELO at altitude 1500ft

Da kam dann natürlich keine Antwort. Also schwer Hirn angestrengt wie ich ne Blindsendung einleite, ist mir nicht mehr eingefallen 🙂

D-FM BLIND TRANSMISSION over AGELO at altitude 1500ft
D-FM BLIND TRANSMISSION over AGELO at altitude 1500ft next transmission in 15 minutes

Das war natürlich zu 75% Bullshit, denn eine Blindsendung wird eingeleitet mit „TRANSMITTING BLIND“. Der ATC sagte nur „Neee, so wird das nicht eingeleitet!“. Da habe ich frei weg gesagt, ich habe da eine Wissenslücke, da hat er gelacht und gesagt wie es auf englisch eingeleitet wird. Außerdem sagte er noch: „Und SQUAWK?“ Ich dann:

D-FM SQUAWK 1523 ääääh CORRECTION SQUAWK 7600

Da hat er dann zufrieden gegrunzt und mein Abflug war schon beendet. Da ich ohnehin keinen Funkkontakt hatte, war es müßig das Verlassen der Frequenz zu erbitten 😉

Alsdann kam dann der Anflug nach Hamburg auf Deutsch, bei schönstem Wetter:

HAMUBRG TURM – D-EQFM

D-EQFM – HAMBURG TURM

D-EQFM – PA28A 10 Minuten östlich DELTA Flughöhe 2000ft, VFR von Thessaloniky zur Landung

D-FM – fliegen Sie in die CTR via SIERRA-1 –  Piste 05 – QNH 1002

D-FM fliege in die CTR via SIERRA-1 – Piste 05 – QNH 1002

Das ging dann wieder reihum, als ich wieder am Zug war habe ich SIERRA-1 gemeldet:

D-FM über SIERRA-1 – Flughöhe 1500ft

Der Prüfer war wohl schon zufrieden, ich bekam die Freigabe für einen Direktanflug auf Piste 05:

D-FM Machen Sie Direktanflug auf Piste 05, melden Sie Endanflug!

Habe ich locker flockig bestätigt mir

D-FM Mache Direktanflug Piste 05, Wilco

Eifriges Nicken folgte und der Kelch ist weiter gewandert. Dann kamen noch zwei Zwischenfragen vom ATC:

D-FM wie ist Ihre Position?

D-FM Position zwischen SIERRA-2 und WHISKEY-2, Flughöhe 1000ft!

Und weiter ging das Ringelerein mit den nächsten, die irgendwie länger gefoltert wurden als ich (Puh!) Einige wären auch fast bei der gemeldeten Flughöhe gescheitert. Fliegen auf München zu und melden Flughöhe 1000ft oder 1500ft.  Da München schon eine ELEV von 1500ft hat ist das natürlich Quark und auch der ATC hat da 4x nachhaken müssen bis der Prüfling es gemerkt hat. Aber auch der hat am Ende bestanden!

Letztlich noch ein

D-FM Melde Endanflug!

und vom ATC eine letzte Frage:

D-FM Wie ist Ihr Steuerkurs?

Was beim Endanflug auf Piste 05 direkt geschossen kommen sollte 🙂

D-FM Steuerkurs 050!

D-FM Verstanden.

D-FM Wind XYZ° AB Knoten, Piste 05 Landung frei!

D-FM Piste 05 Landung frei!

Und damit war ich erlöst, die praktische Prüfung beendet und das BZF-I bestanden! Einige Details sind mir entfallen, zB hat er nach der Übermittlung der SVFR noch etwas gefragt, „D-FM do you need XXXXXX“, das Wort hatte ich noch nie gehört oder gelesen. Ich habs einfach verneint und gut wars 🙂 Puh!

FAZIT:

Selbststudium ist möglich! Insgesamt hat mich das BZF-I ca. 200 EUR weniger gekostet durch Kauf des Sprechfunk Simulators und fleissigen übens zu Hause. Ich kann jedem aber nur empfehlen sich vorher ein paar Englische NOTAMs oder NfLs anzuschauen, notfalls auch ein paar Fachbegriffe in den Kopf prügeln (Na, was heisst Wirbelschleppen auf Englisch? *g*) Wer sich mit einem Engländer oder Ami auf Englisch flüssig unterhalten kann (mit mehr als 10 Sätzen), der wird das bestehen.

 

 

 

 

Ich liebe Telefonterror von Marketingtrotteln. Das spornt mich immer dazu an,  etwas an Capisuite herumzubasteln 🙂
Leider fehlt bei Capisuite eine out-of-the-box Blacklistfunktion zum sperren von übermittelten Rufnummern, aber dem kann abgeholfen werden.

Wie auch schon in meinem Beitrag hier erwähnt, kann man dies durch anpassen der incoming.py (wo die Datei liegt steht in der Regel in /etc/capisuite.conf) erreichen. Bei openSUSE liegt die Datei in /usr/lib64/capisuite.

Die Blacklist werten wir am besten in der Funktion callIncoming aus, und zwar NACH dem try/except Block:

# read config file and search for call_to in the user sections
try:
    config=cs_helpers.readConfig()
    userlist=config.sections()
[...]
except IOError,e:
    capisuite.error("Error occured during config file reading: "+e+" Disconnecting...")
    capisuite.reject(call,0x34A9)
    return

Das wäre besagter try/except Block. Hintendran fügen wir ein

if (call_from in (open("/etc/capisuite/blacklist.conf").read().split())):
   capisuite.log("call from blocked number "+call_from+". suppressed.",1,call)
   capisuite.reject(call,0x34A9)
   return

Nun fehlt natürlich noch unsere Liste mit geblockten Nummern, dazu erstellen wir ganz einfach eine Textdatei blacklist.conf im Capisuite ConfigDir /etc/capisuite. Jede Zeile enthält genau eine vollständige Telefonnummer.
Et voilá, betreffende Anrufe werden mit einem Capi Fehler rejected und der nervige Anrufer weiss nicht, wie im geschieht:

Thu Aug  9 10:22:07 2012 Connection 0xa9aed0: call from blocked number 069XXXXXXX. suppressed.

Hihihihi.

— Scroll down for english version —

Seit einigen Tagen habe ich das Nokia N8-00 und da war ein recht unterhaltsames Spiel dabei: Galaxy on Fire. Indem man Missionen erfüllt bekommt man Credits und damit kann man sich dann wieder ein besseres Schiff und Waffen kaufen. Und mit mehr Credits kann man weiter reisen. Wem das allerdings zu mühsam ist, der kann sich auch ein paar Milliönchen Credits selbst zaubern:

1. Das N8-00 in den Massenspeichermodus schalten und an den PC anschließen
2. Im favorisierten Dateimanager das Verzeichnis mit den GOF Savegames suchen ( z.B. \Private\2002FEA0 ), die Savegames heissen gof_save_game_0 – gof_save_game_7 (also die 8 Slots aus dem Spiel)
3. Das Savegame der Wahl in einem Hex Editor öffnen (z.B. PSPad)
4. Die Credits stehen in den Adressen 0x01F4 – 0x01F7. Für reichliche 8.3 Millionen Credits ein „FFFF 7E00“ eintragen und speichern.
5. Spiel starten und laden. Tadaaaa!

Vorher am besten das ganze Verzeichnis irgendwohin sichern, falls man in einem Anfall von geistiger Umnachtung was falsch macht 😀

 

— English Version —

I will keep this as short as possible. To cheat on „Galaxy on Fire“, the nice pre-installed game on the Nokia N8-00, you have to do this to get >8 million credits:

1. Set N8-00 to mass storage mode and connect to PC
2.Use your favorite filemanager to find the directory containing the savegames ( e.g. \Private\2002FEA0 ), the files are called gof_save_game_0 – gof_save_game_7 (which are the 8 slots you have in the game)
3. Open the savegame of your choice in the hex editor of your coice (e.g. PSPad)
4. The credits are behind the adresses 0x01F4 – 0x01F7. For more than 8.3 million credits enter „FFFF 7E00“ and save the file.
5. Start the game, load the file and you are rich!

Please backup the folder before editing any files 😀